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Heizungsarten: Vergleich, Kosten und Förderungen

Die Wahl des richtigen Heizungssystems ist entscheidend für Ihre langfristigen Kosten und die langfristige Wirtschaftlichkeit Ihres Hauses.

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Die Wahl des richtigen Heizungssystems ist entscheidend für die langfristigen Kosten, die Umweltfreundlichkeit und die Wirtschaftlichkeit Ihres Hauses. In der Schweiz steht eine Vielzahl von Heizungsoptionen zur Verfügung, ein umfassender Überblick über die typischen und nützlichen Heizungsarten ist also sehr hilfreich:

In diesem Artikel stellen wir die beliebtesten Heizungstypen in der Schweiz vor, betrachten deren Funktion, Vor- und Nachteile sowie Zukunftsperspektiven. Wir werfen auch einen Blick auf die Kosten, Förderungen und die Entscheidungskriterien für verschiedene Gebäudetypen.

Welche Heizungstypen sind in der Schweiz besonders beliebt?

Hier gibt es gleich mehrere Favoriten, wobei in den letzten Jahren ein Trend zu nachhaltigeren Heizsystemen zu beobachten ist. Die aktuelle Verteilung der Heizsysteme sieht wie folgt aus:

Heizungsvergleich Heizungstypen in der Schweiz

Hier einige Bemerkungen zu dieser Grafik:

  • Trotz wachsender Umweltbedenken bleibt die Ölheizung weit verbreitet, mit einem Marktanteil von über 40%. Ihre Zuverlässigkeit und die effiziente Brennwerttechnik sind Schlüsselvorteile​​. Dennoch ist zu erwarten, dass Ölheizungen in Zukunft von effizienteren Systemen ersetzt werden.

  • Mit einem Anteil von rund 25% folgt die Gasheizung, beliebt wegen ihrer Energieeffizienz und geringeren CO2-Emissionen im Vergleich zu Ölheizungen​​.

  • Weitere beliebte Systeme wie Wärmepumpen, Holzpellets und Elektroheizungen werden ebenfalls genutzt, allerdings mit deutlich geringeren Marktanteilen.

  • Wärmepumpen sind aber tatsächlich im Neubaubereich dominant​​ und die anderen Heizlösungen gewinnen ebenfalls an Beliebtheit.

In der Schweiz sind sowohl traditionelle als auch innovative Heizsysteme gefragt, wobei aber ökologische Überlegungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Aber was macht nun die verschiedenen Heizungsarten aus und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Die verschiedenen Heizungsarten im Überblick

Bei der Entscheidung für ein Heizsystem sind die Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie Zukunftsaussichten zentral. Wir stellen Ihnen deshalb die gängigsten Heizungsarten vor, um Ihnen eine umfassende Perspektive zu bieten.

Ölheizung

Die Ölheizung ist ein traditionelles Heizsystem in der Schweiz und setzt auf die Verbrennung von Heizöl zur Wärmeerzeugung. Moderne Ölheizungen nutzen dabei häufig die Brennwerttechnik, um eine höhere Effizienz zu erreichen.

Vorteile:

  • Hohe Zuverlässigkeit: Zuverlässig und technisch ausgereift

  • Hohe Effizienz: Durch Brennwerttechnik

  • Einfache Lagerung: Das Heizöl kann einfach aufbewahrt werden

Nachteile:

  • Geringe Umweltfreundlichkeit: Hohe CO2-Emissionen

  • Hohe Abhängigkeit: Abhängigkeit von schwankenden Ölpreisen

  • Platzerfordernis: Erfordert Platz für einen Öltank

Zukunftsperspektive: Die Ölheizung steht zunehmend unter Druck, da sie fossile Brennstoffe nutzt. Ihre Zukunft ist durch politische und ökologische Entwicklungen geprägt, die eine Abkehr von fossilen Brennstoffen favorisieren​​. Der Einbau von Ölheizungen ist auf nationaler Ebene zwar nicht allgemein Verboten, aber in manchen Kantonen gibt es bereits Gesetze, die den Einbau oder Ersatz von Ölheizungen stark einschränken oder gar verbieten. Wir haben zum Thema "Ölheizung ersetzen" einen ausführlichen Artikel auf unserem Blog geschrieben.

Gasheizung

Die Gasheizung, ein weiteres etabliertes Heizsystem in der Schweiz, erzeugt Wärme durch die Verbrennung von Erdgas. Sie ist insbesondere in städtischen Gebieten mit vorhandenem Gasnetz verbreitet.

Vorteile:

  • Hohe Effizienz: Hohe Energieeffizienz durch Brennwerttechnik

  • Umweltfreundlicher: Niedrigere CO2-Emissionen im Vergleich zur Ölheizung

  • Kostengünstig: Kostengünstige Anschaffung und Installation

Nachteile:

  • Abhängig von fossilen Energieträgern: Nutzt fossilen Brennstoff

  • Abhängigkeit: Anschluss an das Gasnetz erforderlich

  • Preisschwankungen: Preisschwankungen auf dem Gasmarkt

Zukunftsperspektive: Ähnlich wie die Ölheizung steht auch die Gasheizung unter Druck, sich an umweltfreundlichere Standards anzupassen. Die Möglichkeit, erneuerbare Energien einzubeziehen, sowie die Entwicklung hin zu einer Beimischung von Wasserstoff zum Erdgas bieten aber neue Perspektiven​​.

Wärmepumpen

Wärmepumpen sind in der Schweiz zu einer bevorzugten Heiztechnologie geworden, insbesondere im Kontext der Energiestrategie. Sie nutzen unbegrenzt verfügbare und sich selbst erneuernde natürliche Energiequellen wie Luft, Erdreich oder Wasser, um Heizwärme zu erzeugen.

Heizungsvergleich Funktion Wärmepumpe

Vorteile:

  • Ökologisch vorteilhaft: Rund 90% geringerer CO2-Ausstoss als Gas- oder Ölheizungen, keine Feinstaub-Emissionen​​.

  • Ökonomisch effizient: Trotz höherer Anschaffungskosten sind sie im Betrieb kostensparend und nutzen kostenlose Primärenergie​​.

  • Hohe Energieeffizienz: Wandeln elektrische Energie in ein Mehrfaches an Wärmeenergie um​​.

  • Wartungsarm: Geringere Wartungsanforderungen im Vergleich zu Verbrennungsheizungen​​.

  • Hohe Zuverlässigkeit: Hohe Betriebssicherheit und kontinuierliche Wärme- und Warmwasserversorgung​​.

  • Investitionssicherheit: Langfristig wirtschaftlich und steigert den Immobilienwert​​.

Nachteile:

  • Stromabhängigkeit: Betriebskosten können durch Strompreise beeinflusst werden, insbesondere wenn der Strom nicht aus erneuerbaren Quellen stammt​​.

  • Anschaffungskosten: Vergleichsweise teurer in der Anschaffung​​.

Zukunftsperspektive: Wärmepumpen werden als zukunftsweisende Heizungstechnologie angesehen. Sie sind Teil der Schweizer Klimastrategie 2050 und erhalten staatliche Förderungen und Klimaprämien​​​​.

Mehr über die Wärmepumpe erfahren Sie in unserem grossen Ratgeber: Wärmepumpe

Elektroheizung

Die Elektroheizung in der Schweiz wandelt elektrische Energie direkt in fühlbare Wärme um und gibt sie an den Raum ab. Sie ist einfach zu installieren und benötigt nur einen Anschluss an eine Steckdose.

Heizungsvergleich Elektroheizung

Vorteile:

  • Anschaffungskosten: Niedrige Anschaffungskosten.

  • Installation: Einfache Installation ohne komplizierte Verrohrung.

  • Wartungskosten: Keine Wartungskosten erforderlich.

  • Wärmeverteilung: Schnelles Aufheizen und angenehme Wärmeverteilung.

  • Kein Vorrat: Keine Brennstoffbevorratung notwendig​​.

Nachteile:

  • Betriebskosten: Unter Umständen höhere Betriebskosten im Vergleich zu anderen Heizsystemen.

  • Abhängigkeit: Nicht immer als Alleinheizung geeignet.

  • Geringe Umweltfreundlichkeit: Umweltfreundlichkeit abhängig von der Stromquelle​​.

Zukunftsperspektive: In der Schweiz ist das Heizen mit Strom seit 2009 gesetzlich streng reglementiert und nur noch unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Diese Einschränkungen und die hohen Betriebskosten führen dazu, dass die Elektroheizung zunehmend an Bedeutung verliert. Sie wird jedoch dort eingesetzt, wo eine schnelle, einfache und unkomplizierte zusätzliche Wärmequelle benötigt wird​​​​.

Pelletsheizung

Pelletsheizungen, eine Form der Biomasseheizung, nutzen nachwachsende Pflanzen wie Holzpellets zur Wärmegewinnung. Sie arbeiten ähnlich wie konventionelle Öl- oder Gasheizungen, wobei das Pelletlager den Öl- oder Flüssiggastank ersetzt.

Heizungsvergleich Pelletheizung

Vorteile:

  • CO2-Neutralität: Holz bindet während seines Wachstums CO2, das bei der Verbrennung wieder freigesetzt wird. Dieser Kreislauf gilt als CO2-neutral​​.

  • Lokale Produktion: Holzpellets stammen meist aus einheimischer Produktion, häufig aus Sägewerksabfällen, was die Wertschöpfung lokal fördert​​.

  • Automatisierter Betrieb: Moderne Pelletheizungen sind vollautomatisch und bieten dadurch hohen Komfort​​.

Nachteile:

  • Platzbedarf: Für das Pelletlager und einen Schornstein muss ausreichend Platz vorhanden sein​.

  • Unvorhersehbare Preisentwicklung: Die Kosten für Holzpellets können schwanken und sind schwer vorherzusagen​​.

  • Regelmässige Ascheentfernung: Die Verbrennung erzeugt Asche, die regelmässig entfernt werden muss​​.

Zukunftsperspektive: Pelletheizungen werden im Rahmen von Klimaschutzprogrammen gefördert, um den Ersatz fossiler Heizsysteme zu erleichtern. Sie gelten als umweltfreundliche Alternative, insbesondere bei der Sanierung von Altbauten. Diese Förderungen zielen darauf ab, die hohen Investitionskosten zu senken und den Einsatz von Biomasseheizungen zu fördern​​​​​​. Weitere Informationen rund ums Thema Holzheizung finden Sie in diesem Blogartikel.

Fernwärme

Fernwärme ist eine Methode der Wärmeverteilung in der Schweiz, die darauf abzielt, mehrere Gebäude zentral mit Wärme zu versorgen. Anstelle individueller Heizsysteme in jedem Gebäude wird die Wärme zentral erzeugt und über ein isoliertes Rohrnetzwerk transportiert.

Heizungsvergleich Fernwärme

Funktionsweise:

  • Erzeugung: Zentral an einem Ort, oft durch Verbrennung von Biomasse oder Nutzung von Abwärme aus Industrieprozessen​​.

  • Transport: Heisses Wasser oder Dampf transportiert die Wärme effizient durch isolierte Rohre zu den Verbrauchern​​.

  • Verteilung: Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das interne Heizsystem des Gebäudes​​.

Vorteile:

  • Umweltfreundlichkeit: Nutzung erneuerbarer Energiequellen führt zur Reduzierung des CO2-Fussabdrucks​​.

  • Effizienz: Zentrale Wärmeerzeugung kann effizienter sein als viele individuelle Heizsysteme​​.

  • Platzsparend: Kein Bedarf an einem Heizraum oder Lagerplatz für Brennstoffe im Gebäude​​.

  • Wartungsarm: Weniger Wartungsaufwand im Vergleich zu individuellen Heizsystemen​​.

Nachteile:

  • Kosten: Höhere Anfangsinvestition im Vergleich zu anderen Heizsystemen​​.

  • Abhängigkeit: Man ist vom Anbieter des Fernwärmenetzes abhängig​​.

  • Verfügbarkeit: Nicht überall verfügbar, insbesondere in ländlichen Gebieten​​.

Zukunftsperspektive: Fernwärme soll in Zukunft eine grössere Rolle im schweizerischen Energienetz spielen. Bis 2050 könnten bis zu 38 Prozent der Energie für Heizungen und Warmwasser über thermische Netze abgedeckt werden​​. Neue Holzschnitzelwärmeverbünde und Seewasserverbünde sind im Entstehen, welche die Umweltbelastung verringern und die inländische Wertschöpfung sowie die Versorgungssicherheit erhöhen​​.

Blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerke (BHKW) sind eine Form der Energieversorgung, die sich insbesondere für den gewerblichen und kommunalen Einsatz eignet. Diese Anlagen sind darauf ausgelegt, eine zuverlässige Versorgung mit Strom, Wärme/Kälte sowie Warmwasser zu gewährleisten. BHKWs erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme, wobei die anfallende Wärme effizient für die Heizung genutzt wird​​.

Funktionsweise:

  • BHKWs bestehen aus einem Verbrennungsmotor, der einen Synchrongenerator antreibt. Dieser erzeugt 3-Phasen-Wechselstrom, der meist selbst genutzt wird.

  • Die elektrische Anbindung erfolgt an das Niederspannungsnetz, und überschüssiger Strom kann ins Netz des Energieversorgungsunternehmens eingespeist werden.

  • Die von dem Motor abgegebene Wärme wird über einen Wärmetauscher an das Heizungssystem übertragen​​.

Vorteile:

  • Effiziente Nutzung: Im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken, die einen grossen Teil der Energie als ungenutzte Abwärme an die Umwelt abgeben, nutzen BHKWs diese Abwärme.

  • Dezentrale Versorgung: BHKWs ermöglichen eine dezentrale Energieversorgung direkt am Ort des Verbrauchs, was den Wirkungsgrad insgesamt erhöht und CO2-Emissionen reduziert​​.

Nachteile:

  • Abhängigkeit von Gas: Viele BHKWs sind auf Gas angewiesen, was die Abhängigkeit von der Gasinfrastruktur und den Gaspreisen mit sich bringt.

  • Komplexität in der Installation und Wartung: BHKWs sind technisch komplexe Systeme, die Fachkenntnisse für die Installation und Wartung erfordern.

Zukunftsperspektive: Die Schweiz strebt eine CO2-neutrale Energieversorgung bis 2050 an, und gasbetriebene BHKWs können dabei eine wichtige Rolle spielen, insbesondere in Kombination mit erneuerbaren Energien wie Photovoltaik​​​​. BHKWs sind besonders im Winter wichtig, um die Stromversorgung zu sichern, da sie bei Bedarf einspringen können, um die Stromlücken zu füllen, die durch die Dekarbonisierung und den Ausstieg aus der Kernkraft entstehen​​.

Brennstoffzellen

Brennstoffzellen-Heizsysteme repräsentieren eine innovative Schnittstelle zwischen erneuerbarer Energie und moderner Heiztechnologie. Diese Systeme erzeugen Wärme und elektrische Energie durch die chemische Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff. Ein Hauptvorteil ist, dass sie dabei nur Wasser und sehr geringe Mengen an CO2 und anderen Emissionen freisetzen.

Vorteile

  • Umweltfreundlich: Geringe Emissionen, insbesondere bei Verwendung von grünem Wasserstoff.

  • Energieeffizient: Hohe Effizienz durch gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung.

  • Raumsparend: Kompakte Systeme, die weniger Platz als herkömmliche Heizsysteme benötigen.

Nachteile

  • Kosten: Höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen.

  • Abhängigkeit: Oft abhängig von Gasnetzen, um Wasserstoff zu liefern.

  • Wartung: Kann wartungsintensiver als andere Heizsysteme sein.

Zukunftsperspektive: Die Brennstoffzellentechnologie gilt als zukunftsweisend, vor allem im Hinblick auf die Nutzung erneuerbarer Energien und die Reduzierung der CO2-Emissionen. Ihre Verbreitung und Weiterentwicklung werden wahrscheinlich durch technologische Fortschritte und eine zunehmende Fokussierung auf nachhaltige Energiequellen gefördert. 

Solaranlage

Solaranlagen, die die Energie der Sonne in Wärme umwandeln, spielen eine immer wichtigere Rolle in der Schweizer Energielandschaft. Solarthermische Anlagen nutzen Sonnenenergie zur Erwärmung von Wasser oder einer Wärmeträgerflüssigkeit, die dann für Heizzwecke oder zur Warmwasserbereitung verwendet wird.

Heizungsvergleich Solarthermie

Vorteile:

  • Erneuerbare Energiequelle: Nutzt die Sonne, eine unerschöpfliche und umweltfreundliche Energiequelle.

  • Reduzierung der CO2-Emissionen: Keine Emissionen bei der Energieerzeugung, was zur Verbesserung der Ökobilanz beiträgt.

  • Kosteneffizienz auf lange Sicht: Trotz anfänglich höherer Investitionskosten können Solaranlagen durch Einsparungen bei den Energiekosten langfristig wirtschaftlich sein.

  • Förderung und finanzielle Anreize: In der Schweiz gibt es verschiedene staatliche Förderprogramme und finanzielle Anreize zur Installation von Solaranlagen.

Nachteile:

  • Initialkosten: Die Anschaffung und Installation von Solaranlagen können kostspielig sein.

  • Abhängigkeit vom Wetter: Die Energieproduktion ist von der Sonneneinstrahlung abhängig und kann an bewölkten Tagen oder im Winter geringer sein.

  • Platzbedarf: Für die Installation von Solarpanelen wird eine geeignete Fläche benötigt.

Zukunftsperspektive: Im Zuge der Energiewende und des Strebens nach Klimaneutralität gewinnen Solaranlagen an Bedeutung. Fortschritte in der Technologie könnten die Effizienz und Kosteneffektivität von Solaranlagen ausserdem weiter verbessern und somit noch attraktiver machen. Zudem werden Solaranlagen zunehmend in intelligenten Stromnetzen integriert, die eine optimierte und flexible Energieverteilung ermöglichen.

Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlagen sind ein Schlüsselelement in der Transformation hin zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung. Sie wandeln Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um und bieten eine nachhaltige Lösung, um den Energiebedarf eines Hauses zu decken. Besonders in Kombination mit anderen Heizsystemen wie Wärmepumpen können sie ein effizientes und umweltfreundliches Gesamtsystem bilden.

Heizungsvergleich PV Anlage

Vorteile

  • Umweltfreundlich: Produziert saubere, erneuerbare Energie.

  • Kosteneffizient: Reduziert langfristig Energiekosten und kann durch Einspeisung in das Netz Amortisation bieten.

  • Unabhängigkeit: Erhöht die Unabhängigkeit von externen Stromversorgern.

Nachteile

  • Anfangsinvestition: Hohe Anschaffungs- und Installationskosten.

  • Wetterabhängig: Geringere Energieproduktion bei schlechtem Wetter oder in den Wintermonaten.

  • Platzbedarf: Erfordert eine ausreichend grosse und geeignet ausgerichtete Dachfläche.

Zukunftsperspektive: Photovoltaik ist ein zentraler Bestandteil der Energiestrategie vieler Länder, darunter auch der Schweiz. Ihre Rolle wird in Zukunft weiter zunehmen, da die Technologie fortschreitet und die Kosten sinken. Zudem leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Erreichung der Klimaziele.

Wenn Sie mehr über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen erfahren möchten, haben wir dazu ebenfalls einen informativen Artikel auf unserem Blog veröffentlicht.

Verbotene Heizungsarten in der Schweiz

In der Schweiz werden im Zuge des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit bestimmte Heizungsarten zunehmend reguliert oder sogar verboten. Dies dient dem Ziel, die CO2-Emissionen zu senken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Hier ein Überblick über Heizungssysteme, die in der Schweiz nicht mehr verwendet werden dürfen oder starken Einschränkungen unterliegen:

  • Öl- und Gasheizungen: Neue Installationen von Öl- und Gasheizungen werden in vielen Kantonen stark eingeschränkt, da sie fossile Brennstoffe verwenden. Bestehende Anlagen müssen bei Sanierungen oft durch umweltfreundlichere Systeme ersetzt werden.

  • Elektroheizungen: Zentrale Elektroheizungen sind aufgrund ihrer Ineffizienz und hohen CO2-Bilanz zunehmend verboten. Der Ersatz bestehender Systeme durch effizientere Alternativen wird gefördert.

  • Weitere Beschränkungen: In einigen Fällen werden auch weitere Heizungstypen eingeschränkt, insbesondere wenn sie hohe Emissionen verursachen oder ineffizient sind.

Diese Entwicklungen zeigen die klare Richtung der Schweizer Energiepolitik hin zu mehr Nachhaltigkeit und geringeren Umweltauswirkungen.

Aber wie sieht es mit den individuellen Kosten der verschiedenen Heizsysteme aus?

Kosten für eine neue Heizung

Die Kosten für eine neue Heizung in der Schweiz variieren erheblich je nach Heizungstyp und den spezifischen Anforderungen des Gebäudes. Zu den Hauptkostenfaktoren zählen Anschaffungskosten, Installationskosten und langfristige Betriebskosten. Hier ein kurzer Überblick:

1. Anschaffungs- und Erschliessungskosten
  • Wärmepumpen: CHF 25.000 bis CHF 60.000

  • Gasheizungen: CHF 20.000 bis CHF 25.000

  • Ölheizungen: CHF 28.000 bis CHF 35.000

  • Pelletsheizungen: CHF 35.000 bis CHF 45.000

  • Solaranlagen: CHF 25.000 bis CHF 40.000 (abhängig von der Grösse)

2. Betriebskosten
  • Wärmepumpen: Niedrig, abhängig von Strompreisen

  • Gas- und Ölheizungen: Mittel bis hoch, abhängig von den Brennstoffpreisen

  • Pelletsheizungen: Niedriger als Gas und Öl, abhängig von Pellet-Preisen

  • Solaranlagen: Sehr niedrig, da hauptsächlich auf Sonnenenergie basierend

Hier haben wir Ihnen eine kleine Übersicht zusammengefasst:

Tabelle Kosten nach Art Heizungsvergleich

*Es wird ein Einfamilienhaus mit 150 m² Fläche und einer Raumhöhe von 2,5 m zugrunde gelegt. Wärmebedarf 20'000 KWh. Strompreis 23; 27 Rappen KWh

**2'600 Liter pro Jahr Verbrauch. Preis Sep 23. 1,22 CHF pro Liter

***Preis Sep. 23 16,63 Rappen pro KWh

****Preis Sep. 10.61 Rappen pro KWh

Wichtig zu beachten sind ausserdem die folgenden Punkte:

  • Langfristige Einsparungen: Höhere Anschaffungs- und Installationskosten können durch niedrigere Betriebskosten ausgeglichen werden.

  • Förderungen: Staatliche Förderprogramme können die Kosten für umweltfreundlichere Heizsysteme reduzieren.

Die Entscheidung für ein Heizsystem sollte daher nicht nur aufgrund der Anschaffungskosten getroffen werden, sondern auch unter Berücksichtigung der langfristigen Betriebskosten und Umweltfaktoren.

Kurz gesagt, ein Heizsystem sollte wirtschaftlich sein. Damit diese Wirtschaftlichkeit einfacher zu verstehen und berechnen ist, haben wir einmal die Gesamtkosten der verschiedenen Heizungsarten nach verschiedenen Jahren miteinander verglichen:

Tabelle Kosten nach Typ Heizungsart

*Es wurden die Betriebskosten vom Sep. 23 für ein Einfamilienhaus mit einem Wärmebedarf von 20'000 KWh zugrunde gelegt. 

Förderung für Heizungen in der Schweiz

In der Schweiz werden Massnahmen zur Förderung umweltfreundlicher Heizsysteme grosszügig unterstützt. Diese Förderprogramme zielen darauf ab, den Übergang zu energieeffizienten und CO2-armen Heizlösungen zu erleichtern. Die Art und Höhe der Förderung können je nach Kanton und System variieren. Hier einige allgemeine Informationen:

Arten der Förderung
  • Investitionszuschüsse: Direkte finanzielle Unterstützung beim Kauf und der Installation von umweltfreundlichen Heizsystemen.

  • Steuerermässigungen: Möglichkeiten, Investitionen in energieeffiziente Heizsysteme von der Steuer abzusetzen.

  • Günstige Kredite: Subventionierte Darlehen für die Installation von umweltfreundlichen Heizsystemen.

Förderfähige Heizsysteme
  • Wärmepumpen: Förderungen oft verfügbar aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit.

  • Solarthermische Anlagen und Photovoltaik: Unterstützung für die Nutzung erneuerbarer Energien.

  • Holzpellets- und Biomasseheizungen: Förderungen aufgrund ihrer CO2-Neutralität.

  • Sanierung bestehender Systeme: Unterstützung für den Austausch alter, ineffizienter Heizsysteme.

Förderprogramme sind ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Energiestrategie und unterstützen Hausbesitzer bei der Umsetzung nachhaltiger Heizlösungen.

Mehr über die individuelle Förderung von Wärmepumpen erfahren Sie hier: Fördergelder Wärmepumpe.

Aber welche Heizung soll nun wann gewählt werden?

Welche Heizung wählen?

Die Auswahl des richtigen Heizungssystems hängt stark von der Art Ihrer Immobilie ab. Für Altbauten, sanierte Altbauten und Neubauten gelten unterschiedliche Empfehlungen, die sowohl Effizienz als auch Umweltverträglichkeit berücksichtigen.

Doch betrachten wir diese drei Immobilienarten nacheinander.

Altbau
  • Herausforderungen: Oft schlechte Wärmedämmung, begrenzter Platz für Installationen.

  • Empfehlungen:

    • Pelletheizungen: Gut geeignet aufgrund hoher Vorlauftemperaturen.

    • Gasheizung: Bei vorhandenem Gasanschluss eine kosteneffiziente Option vor allem in Zusammenhang mit Solarthermie.

    • Holzheizung: Auch eine andere Art von Holzheizung bietet sich hier an.

Altbau saniert
  • Herausforderungen: Bessere Isolierung als unsanierte Altbauten, aber oft weniger Platz als in Neubauten.

  • Empfehlungen:

    • Wärmepumpen: Besonders effizient in Kombination mit guter Dämmung.

    • Solarthermische Anlagen: Ideal zur Ergänzung anderer Heizsysteme für Warmwasseraufbereitung.

Neubau
  • Herausforderungen: Hohe Standards für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

  • Empfehlungen:

    • Photovoltaikanlagen: Zur Nutzung erneuerbarer Energie und Reduzierung des Energiebedarfs.

    • Wärmepumpen: Effizient und umweltfreundlich, besonders in Kombination mit Fussbodenheizung.

Bei der Auswahl des Heizungssystems sollte immer der individuelle Fall betrachtet werden, einschliesslich der baulichen Gegebenheiten und der langfristigen Kosten. Förderprogramme und Nachhaltigkeitsaspekte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der Entscheidungsfindung.

Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie bei weiteren Fragen sehr gerne.

Fazit

Die Auswahl des richtigen Heizungssystems in der Schweiz erfordert eine sorgfältige Abwägung verschiedener Faktoren - von der Art des Gebäudes über die Umweltverträglichkeit bis hin zu langfristigen Kostenaspekten. Während traditionelle Systeme wie Öl- und Gasheizungen zunehmend durch regulatorische Einschränkungen herausgefordert werden, gewinnen umweltfreundlichere Alternativen wie Wärmepumpen, Solaranlagen und Pelletheizungen an Bedeutung.

Die Schweiz fördert aktiv den Übergang zu nachhaltigeren Heizsystemen durch verschiedene Förderprogramme. Diese Unterstützung, kombiniert mit fortschrittlichen Technologien, macht es für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer attraktiv und finanziell realisierbar, umweltfreundliche Heizlösungen zu implementieren.

Letztlich liegt die Entscheidung bei den Ihnen, unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten die beste Wahl zu treffen. Dabei ist es entscheidend, sich umfassend zu informieren und immer fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen. Mit der richtigen Wahl kann nämlich nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch langfristig Geld gespart werden.

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