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Boden Aussen

Garten-Treppen: Unendliche Möglichkeiten für jeden Geschmack

Erkunden Sie eine Vielzahl von Garten-Treppen, die Ihren Aussenbereich verschönern. Von rustikal bis modern. Gestalten Sie Ihren Garten jetzt neu!

Gartentreppen Header

Grundstücke, die an einem Hang liegen, bieten einen grandiosen Ausblick. Damit solche Aussenbereiche jedoch richtig genutzt werden können, müssen Höhenunterschiede im Gelände einfach zu überwinden sein und die verschiedenen Ebenen des Gartens miteinander verbunden werden. Eine Gartentreppe ist hierfür die ideale Lösung.

Hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten haben Sie die Qual der Wahl. Jedoch sollte Ihre Entscheidung nicht allein aus optischen Gründen getroffen werden. In diesem Artikel werden wir die wichtigsten Faktoren beim Design und der Planung einer Gartentreppe besprechen und Sie über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien sowie das Vorgehen beim Bau einer Treppe informieren.

Gartentreppen: Ein Mehrwert, der nicht nur optische Vorteile mit sich bringt

Eine korrekt verbaute Gartentreppe hat gleich mehrere Vorteile. Der grösste Vorteil ist, das Sie damit einfach und bequem unterschiedliche Höhenebenen Ihres Gartens verbinden und überwinden können.

Ein weiterer Vorteil steckt in der optischen Aufwertung des Gartens. Schön gestaltete Treppen sind ein Hingucker in Ihrem Garten, werten Aussenbereiche auf und können sogar den Marktwert einer Immobilie steigern.

Neben der Möglichkeit, eine Treppe als Zugang zum Garten zu nutzen, ist es ebenfalls möglich, eine Gartentreppe als einen zweiten Eingang ins Haus zu gestalten. Vor allem bei einem Mehrgenerationenhaus kann dies sehr praktisch sein.

Treppen für den Garten: Typen & Materialien

Für eine bessere Widerstandsfähigkeit und Stabilität eignen sich für den Bau von Gartentreppen primär robuste und strapazierfähige Materialien wie Beton, Stahl oder Naturstein. Diese Materialien sind langlebig und sorgen dafür, dass Sie viele Jahre Freude an Ihrer Gartentreppe haben. Auch Holz kann für den Bau zum Einsatz kommen, es muss aber regelmässig behandelt werden, damit es der Witterung länger standhält.

Bei der Auswahl der Werkstoffe sollten Sie darauf achten, dass sie sich in das Gesamtbild integrieren und zum Stil Ihres Gartens sowie zur Immobilie passen. So fügen sich Gartentreppen aus Holz, Naturstein oder Kies hervorragend in naturbelassene und romantische Gärten ein. Treppen aus Stahl oder Beton hingegen integrieren sich wunderbar in einen modern gestalteten Gartenbereich.

Auch hinsichtlich der Treppenart bieten sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten. Oftmals entscheiden die Anforderungen vor Ort und Ihr persönlicher Geschmack über die schlussendliche Bauweise.

Hier stellen wir Ihnen einige Gestaltungsoptionen für Gartentreppen vor:

1. Knüppeltreppen

Gartentreppen Knüppeltreppen

Treppen aus Knüppelstufen werden meistens für Waldwege genutzt. Aufgrund ihrer simplen Optik fügen sich Gartentreppen dieser Art besonders schön in naturnahe Gärten ein. Knüppeltreppen können auch ohne umfassende Fachkenntnisse umgesetzt werden und haben eine verhältnismässig simple Bauweise. Die Konstruktion einer Knüppeltreppe besteht aus Pfählen und die Stellstufen aus Bohlen oder Planken. Der Zwischenraum kann mit Kies, Schotter oder Rindenmulch gefüllt werden.

2. Gartentreppen mit Stellstufen

Gartentreppen mit Stellstufen

Der Bau von Treppen mit Stellstufen wird ähnlich umgesetzt wie bei einer Knüppeltreppe. Jedoch werden bei dieser Variante anstatt Holzbohlen, Trittstufen aus Beton oder Naturstein integriert. Dies sorgt für mehr Stabilität und garantiert eine längere Lebensdauer. Hierfür werden die Stellstufen in Magerbeton verlegt.

Die stabilen Stufen benötigen kein tiefes Fundament. Für einen frostfreien Untergrund reicht es aus, wenn der Boden weit genug ausgekoffert und mit einem verdichteten Schotterbett aufgefüllt wird. Da Ungenauigkeiten im Stufenmass später nicht mehr ausgeglichen werden können, erfordert die Umsetzung jedoch eine präzise Arbeitsweise.

Für die Auftrittsflächen von Stellstufen können alle Arten von Pflastersteinen, die im Set erhältlich sind, zum Einsatz kommen. Verlegt werden diese auf einem circa 5 Zentimeter tiefen Splittbett.

3. Gartentreppen aus Blockstufen

Gartentreppen aus Blockstufen

Bei einer Treppe aus Blockstufen bestehen die einzelnen Stufen aus massivem Beton- oder Naturstein. Bei einer Blockstufentreppe ist die Tritthöhe in der Regel genormt und beträgt etwa 14 Zentimeter. Um ausreichend Stabilität zu gewährleisten, sollten die Stufen in einem witterungsbeständigen Fundament aus Beton verlegt werden.

4. Gartentreppen aus Legestufen

Gartentreppen aus Legestufen

Gleich wie bei Gartentreppen aus Blockstufen sollte auch bei dieser Bauweise ein massives Betonfundament als Basis dienen. Für eine ansprechende Optik eignen sich Treppenstufen mit einer grossen Auftrittsfläche wie flache Beton- oder Natursteinplatten besonders gut. Verlegt werden die Legestufen in Mörtel.

Damit Regenwasser gut abfliessen kann, muss bei dieser Bauweise auf ein ausreichendes Gefälle geachtet werden.

5. Gartentreppen aus Stahl

Gartentreppen aus Stahl

Gartentreppen aus feuerverzinktem Stahl bestechen nicht nur durch ihre moderne Optik sondern sind auch sehr stabil. Im Aussenbereich werden sie hauptsächlich in Form von Wendeltreppen zur Überwindung grosser Höhenunterschiede genutzt. Somit sind sie als Gartentreppe für höher liegende Terrassen oder Balkone sehr gut geeignet.

Für die Stufen einer Stahltreppe können unterschiedliche Materialien verwendet werden. Holz, Naturstein oder Gitterroste aus verzinktem Stahl eignen sich hierfür am besten.

Gartentreppen: Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien

Das Material einer Gartentreppe entscheidet nicht nur über den Preis, sondern beeinflusst auch das Erscheinungsbild und die Sicherheit einer Treppe. Der gewählte Werkstoff muss also stabil und witterungsbeständig sein.

Jetzt werden wir die verschiedenen Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien für eine Gartentreppe im Detail anschauen:

Gartentreppe aus feuerverzinktem Stahl oder Edelstahl

Metall ist resistent gegen Wind und Wetter, stabil und langlebig. Dank der Flexibilität des Materials können Metalltreppen kreative Formen annehmen und sehr vielfältig gestaltet werden. Ein Nachteil von Treppen aus Metall ist, dass sie beim Betreten vergleichsweise viel Lärm verursachen. Hier müssen eventuell Schallschutzmassnahmen getroffen werden, falls die Treppe an einem Schlafzimmer vorbeiführt zum Beispiel.

Bei fehlerhafter Befestigung oder Konstruktionsfehlern kann eine Metalltreppe zudem ins Schwingen kommen, was unter Umständen gefährlich werden kann.

Aufgrund der hohen Rutschgefahr empfiehlt es sich ausserdem Stahltreppen im Aussenbereich mit einer Beschichtung zu versehen, die das Unfallrisiko minimieren. Ein weiterer Nachteil ist die Optik. Denn auch wenn Edelstahl im direkten Vergleich zu herkömmlichem Stahl nicht rostet, verändert das Material aufgrund von Witterungseinflüssen mit der Zeit sein Aussehen. Ein professioneller Verbau ist zudem Pflicht.

Betontreppen

Beton ist ein Werkstoff, der preiswert, aber gleichzeitig auch sehr unflexibel ist. Dies macht sich spätestens beim Bau von Betontreppen bemerkbar. Bereits ein kleiner Fehler kann dazu führen, dass Wasser in das Material eindringt und bei Frost unschöne Risse verursacht. Dies wirkt sich nicht nur auf die Optik aus, sondern ebenfalls auf die Stabilität der gesamten Treppenkonstruktion. Richtig umgesetzt sind Gartentreppen aus vor Ort gegossenem Ortbeton jedoch eine stabile und günstige Variante.

Eine weitere Option sind Treppen aus Stahlbeton. Bei dieser Alternative werden im Werk vorgefertigte Elemente in die Treppenkonstruktion integriert. Beide Varianten komplementieren besonders modern gestaltete Gärten und fügen sich perfekt in das Gesamtbild ein.

Gartentreppe aus Holz 

Holz besticht durch seine warme Ausstrahlung sowie Robustheit und ist relativ günstig in der Anschaffung. Für Terrassen, die über einen Holzboden verfügen, wird mit Treppenstufen aus demselben Material zudem ein einheitlicher Übergang geschaffen. Jedoch sollten Sie bedenken, dass der Werkstoff diversen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist. Daher kommen Sie um eine regelmässige Behandlung, die dem Schutz vor Feuchtigkeit und Schädlingen dient, nicht herum. Ein weiterer Nachteil ist die glatte Oberfläche, die vor allem im Regen schnell rutschig werden kann.

Gartentreppe aus Naturstein

Naturstein ist strapazierfähig und resistent gegen Witterungseinflüsse. Treppenstufen aus Stein sind belastbar, pflegeleicht und verströmen ein edles und einzigartiges Flair. Ein Nachteil von Naturstein sind aber die hohen Preise für die Anschaffung dass bei Nässe Rutschgefahr besteht. 

Gartentreppe: Richtlinien & Normen in der Schweiz

Beim Bau einer Treppe sollte nicht nur die Optik im Vordergrund stehen, sondern auch die Sicherheit. Denn in der Schweiz verletzen sich jedes Jahr rund 53'000 Menschen bei einem Sturz. Die unsachgemässe Umsetzung oder Planung von Treppen, welche die rechtlich festgesetzten Normen und Vorschriften nicht einhalten, erhöhen das Unfallrisiko. Folgende Vorgaben, die in den BFU-Richtlinien verankert sind, gilt es beim Bau einer Treppe zur Minimierung des Unfallrisikos zu beachten:

  • Ab 5 Stufen benötigen Innen- und Aussentreppen Handläufe, die als Haltegriff dienen und an der Seite als Geländer befestigt werden. Für eine behindertengerechte Ausstattung müssen Handläufe bereits ab zwei Stufen montiert werden. 

  • Für eine Gartentreppe wird rutschfestes Material empfohlen. Die Oberflächen sollten eben sein und Wasser muss gut abfliessen können.

  • Die Lauflinie eines Treppenauftritts sollte 25 bis 29 Zentimeter betragen.

  • Bei einem Einfamilienhaus muss die Laufbreite mindestens 90 Zentimeter und bei einem Mehrfamilienhaus 120 Zentimeter vorweisen.

  • Beachtung der Schrittmasslänge zur Minimierung des Unfallrisikos und für mehr Komfort.

  • Eine ausreichende Beleuchtung im Treppenbereich muss gewährleistet sein.

DIY-Gartentreppe aus Blockstufen: So geht’s

Eine Gartentreppe aus Blockstufen ist mit etwas handwerklichem Geschick auch in Eigenregie umsetzbar. Beim Material der vorgefertigten Blockstufen haben Sie die Wahl zwischen Beton oder Kunst- und Naturstein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung Blockstufentreppe

Schritt 1: Messung der Höhenunterschiede im Gelände sowie Planung der Treppe und deren Breite mithilfe der Treppenformel.

Schritt 2: Tragen Sie die obere Erdschicht (30 Zentimeter) ab.

Schritt 3: Nun wird eine Drainage aus Kies oder Schotter angelegt. Sie verhindert, dass sich Staunässe bildet.

Schritt 4: Legen Sie eine Schalung an. Diese besteht aus Pfosten und Brettern. Beginnen Sie bei der untersten Stufe und arbeiten Sie sich nach oben vor. Jetzt wird das Fundament gegossen. Es besteht aus einer 15 Zentimeter hohen Schicht aus Estrich, Magerbeton oder Zementmörtel. Achten Sie darauf, dass das Fundament eben ist. Denken Sie daran, ein ausreichendes Gefälle (1 Prozent) einzuplanen. Ein zusätzliches Drainagerohr an der untersten Stufe sorgt dafür, dass sich unter den Stufen kein Wasser ansammelt, welches im Winter Frostschäden verursacht.

Schritt 5: Abhängig von der Witterung benötigt der Beton circa 2 bis 5 Tage, um zu trocknen.

Schritt 6: Danach werden die Blockstufen gesetzt. Dieser Arbeitsschritt muss sehr genau durchgeführt werden. Nutzen Sie hierfür eine Wasserwaage und einen Gummihammer für die Ausrichtung. Um die Stufen mit dem Fundament zu verbinden, tragen Sie eine Schicht Klebemörtel auf das ausgetrocknete Betonfundament auf. 

Buildigo Tipp: Stufenhöhe berechnen

Zur Berechnung der richtigen Stufenhöhe können Sie die Stufenformel nutzen. Diese wurde anhand des Körperbaus eines durchschnittlichen Erwachsenen entworfen, die besagt, dass Stufen mit einer Höhe zwischen 15 und 18 Zentimetern und einem Treppenauftritt von 27 Zentimetern als angenehm empfunden werden.

Alle Masse, die darunter oder darüber liegen, erschweren den Aufstieg und erhöhen die Unfallgefahr. Deswegen empfehlen wir Ihnen, sich beim Bau einer Treppe an folgende Formel zu halten:

Das Idealmass für eine Treppe beträgt: Stufenhöhe x 2 + Auftritt = min. 63 Zentimeter, max. 65 Zentimeter 

Gartentreppe bauen: Wann ist es sinnvoll, Profis zu beauftragen?

Eine Gartentreppe soll nicht nur optisch begeistern. Sie muss ebenfalls eine gute Nutzbarkeit vorweisen und sicher sein. Denn die Stolper- und Rutschgefahr ist bei einer falsch verbauten Treppe immens hoch. Genau aus diesen Gründen benötigt es für die Umsetzung fachliche Kenntnisse. Hinzu kommen diverse Bauvorschriften, die es zu beachten gilt. Bei Missachtung kann es schnell passieren, dass zu Ihrer eigenen Sicherheit ein Rückbau vorgenommen werden muss. Dieser ist nicht nur mit viel Arbeit verbunden, sondern verursacht ebenfalls unnötige Kosten. 

Damit Sie lange Freude an Ihrer Gartentreppe haben und beim Bauen sicher keine Fehler passieren, können Sie für den Bau einer Treppe einen Fachbetrieb beauftragen. Aufgrund langjähriger Erfahrung ist es für Fachleute ein Leichtes, eine umfangreiche Aufgabe wie diese zu bewältigen und diese anhand Ihrer Wünsche umzusetzen. Bei Buildigo finden Sie qualifizierte Handwerker und Architekten in Ihrer Nähe. Stellen Sie noch heute eine unverbindliche Anfrage und lassen Sie sich von erfahrenen Fachpersonen beraten. 

Fazit

Gartentreppen verbinden die verschiedenen Ebenen eines Grundstücks und sind ein Hingucker in jedem Garten. Der Bau in Eigenregie ist jedoch nicht ganz so einfach, denn für eine korrekte Umsetzung sind Fachkenntnisse und Erfahrung nötig. Bereits bei der Planung ist es wichtig, gegebenenfalls mit Profis zusammenzuarbeiten, damit sicher nichts schief geht.

Welche Materialien eignen sich für eine Gartentreppe?
Wie hoch müssen die Stufen bei einer Gartentreppe sein?
Welches Holz eignet sich für eine Gartentreppe?