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Wanderratten bekämpfen: Umfassender Ratgeber für ein rattenfreies Umfeld

Sie haben eine Ratte gesichtet? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie es mit der Wanderratte zu tun haben. Und so sollte Sie reagieren… Dämmstoffe stehen hierbei im Rampenlicht.

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Sie haben eine Ratte gesichtet? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie es mit der Wanderratte zu tun haben. Denn diese Rattenart ist in Europa am häufigsten anzutreffen.

Die Wanderratten gehören zu den Vorrats-, Material- und Hygieneschädlingen und können gefährliche Krankheiten übertragen. Ein weiteres Problem stellt ihre Bekämpfung dar, die aufgrund der Lebensweise der scheuen und cleveren Tiere nicht so einfach umsetzbar ist.

In diesem Artikel erfahren Sie, anhand welcher Merkmale Sie die Nagetiere identifizieren, welche Risiken ein Befall birgt und wie Sie Wanderratten bekämpfen können. Zudem verraten wir Ihnen, wie Sie einen Rattenbefall verhindern.

Wanderratten: Darum sollte ein Befall nicht auf die leichte Schulter genommen werden

Aufgrund der weltweiten Klimaerwärmung wurde in den vergangenen Jahren in der Schweiz eine vermehrte Aktivität von Wanderratten festgestellt. Denn aufgrund der warmen Winter sterben weniger ältere oder kranke Tiere ab und können sich aufgrund der ganzjährigen hohen Temperaturen schneller vermehren.

So bringen die Weibchen circa 6-mal im Jahr zwischen 7 und 10 Jungen zur Welt, die bereits nach 2 Monaten geschlechtsreif sind und für eigenen Nachwuchs sorgen. Würden die Verantwortlichen einen Befall nicht ernst nehmen, könnten Ratten schnell zur unkontrollierten Plage werden.

Aber welche Gefahren gehen von Wanderratten aus?

Gefahr für den Menschen

Wanderratten (rattus norvegicus) sorgen für Schäden an der Infrastruktur sowie an Nahrungsmitteln. Sie können gefährliche Krankheiten auf den Menschen und seine Haustiere übertragen.

Folgende Risiken gehen von den Tieren aus:

  • Vorratsschädling: Zum Schädling werden die Nagetiere, indem sie mit ihrer Frassaktivität sowie ihren Ausscheidungen wie Kot und Urin Nahrungsmittel für den Verzehr ungeniessbar machen.

  • Materialschädling: Durch das Nagen an Kabelisolierungen können Wanderratten entweder Maschinen beschädigen, Stromausfälle provozieren oder sogar Kurzschlüsse und Brände verursachen. Auch teure Materialien können durch die Frasstätigkeit der Tiere ramponiert und durch ihre Ausscheidungen verunreinigt werden.

  • Krankheitsüberträger: Wanderratten sind Träger von Krankheiten wie unter anderem von Tuberkulose, Tollwut, Hepatitis, Amöbenruhr, Fleckfieber und der Maul-und-Klauenseuche. Diese können die Schädlinge durch direkten Körperkontakt, einen Biss oder durch ihren Kot und Urin auf den Menschen übertragen. Auch andere Tiere wie Zecken und Flöhe werden von der Ratte an den bevorzugten Wirt weitergegeben.

Aber welche speziellen Eigenschaften haben Wanderratten und welche Nagetiere sind mit ihnen verwandt?

Wanderratten & Hausratten: Biologie, Merkmale & Eigenschaften

Wanderratten (Rattus norvegicus) gehören gleich wie die Hausratte (Rattus rattus) zur Gattung der Nagetiere (Rodentia) und zur Familie der Mäuse (Muridae). In Europa sind zwei Arten von Ratten heimisch.

Die Rede ist von der Hausratte und der Wanderratte. In der Schweiz haben wir es jedoch vermehrt mit der Wanderratte zu tun. Deswegen möchten wir in den folgenden Abschnitten diese Rattenart einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Wanderratten bekämpfen Merkmale und Eigenschaften
Wanderratten: Aussehen

Die Wanderratte wird oftmals mit der Bisamratte oder anderen Nagetieren verwechselt. Folgende äusserlichen Merkmale identifizieren den Schädling:

  • Die Wanderratte besitzt ein braungraues Fell, welches am Bauch eine grauweisse Färbung vorweist.

  • Die Kopf-Rumpf-Länge misst zwischen 20 und 27 Zentimeter.

  • Mit Schwanz werden die Ratten circa 40 Zentimeter lang.

Die Wanderratte wird am häufigsten mit der vom Aussterben bedrohten Hausratte verwechselt.

Aber wie unterscheiden sich die beiden Rattenarten?

Wanderratte vs. Hausratte: Optische Unterschiede

Trotz vieler Gemeinsamkeiten lassen sich beide Tiere an folgenden Merkmalen unterscheiden:

Wanderratten bekämpfen Unterschiede

Wanderratten sind grösser als Hausratten. Der optische Unterschied, dass ihr Schwanz deutlich kürzer ist als jener der Hausratte. Im Gegensatz zur Hausratte, die einen schlanken Körper, kleine Knopfaugen, grosse Ohren und eine spitze Schnauze besitzt, lässt sich die Wanderratte an ihrem kompakteren Körperbau, den kleineren Gehörorganen, grösseren Augen und der stumpferen Nase identifizieren.

Aber nicht nur anhand ihres Aussehens lassen sich die beiden Rattenarten voneinander unterscheiden. Ebenfalls sind das Verhalten und die Lebensweise der Säugetiere unterschiedlich.

Wanderratten: Lebensraum & Lebensweise

Wanderratten stammen ursprünglich aus Ostasien. Mittlerweile sind die Tiere jedoch auf allen Kontinenten dieser Welt anzutreffen. Der Grund hierfür ist neben dem Import und Export von Nahrungsgütern die extreme Anpassungsfähigkeit der Wanderratte.

  • Lebensweise: Wanderratten sind Rudeltiere und hauptsächlich in der Nacht aktiv. Zudem sind die Nagetiere hervorragende Kletterer, exzellente Schwimmer und Taucher. Im Gegensatz zu anderen Arten von Ratten sind sie die einzigen, die ebenso in der Kanalisation anzutreffen sind. Aber ebenfalls Müllhalden, Tierhaltungsbetriebe, Lagerhallen, Keller und Dachböden gehören zu ihrem bevorzugten Lebensumfeld.

  • Nahrungsvorlieben: Anders als Hausratten, die sich hauptsächlich vegetarisch ernähren, sind Wanderratten, die zu den Allesfressern gehören.

  • Fortpflanzung: Die Weibchen können in einem Jahr für circa 40 Nachkommen sorgen. Dass die Jungtiere bereits nach 10 bis 12 Wochen geschlechtsreif sind und wiederum Nachwuchs hervorbringen, macht ihr Dasein zu einem Risiko.

Buildigo Tipp: Wanderratten bekämpfen

Die Anwesenheit der Wanderratte darf nicht verharmlost werden. Denn Nagetiere leben in Rudeln, richten einen grossen Schaden an und stellen ein gesundheitliches Risiko dar. Sollte Ihnen also eine Ratte über den Weg laufen, müssen Sie handeln und aus Gründen der Sicherheit bestenfalls einen professionellen Schädlingsbekämpfer hinzuziehen.

Aber welche Handlungen halten Ratten fern und vertreiben die Tiere?

Welche Handlungen haben bei einem Rattenbefall Priorität?

Ein Nährboden, der für die rasante Vermehrung von Nagetieren verantwortlich ist, ist das immense Angebot von Futter. Besonders in den Grossstädten in Form von weggeworfenen Essensresten und offenstehenden Abfalleimern. Die erste Massnahme gegen Ratten sollte daher immer der Nahrungsentzug sein.

Aber leider reicht dies nicht aus. Denn haben sich Wanderratten in Ihrer nahen Umgebung oder sogar in Ihrem Haus eingenistet, müssen mehrerer Massnahmen stattfinden. Die folgenden 5 Tipps unterstützen Sie in der Vorgehensweise:

  • Tipp 1: Nahrungsentzug umsetzen.

  • Tipp 2: Umgebung aufräumen.

  • Tipp 3: Bauliche Mängel beheben.

  • Tipp 4: Fenster und Türen nicht unnötig offenstehen lassen.

  • Tipp 5: Kellerfenster mit engmaschigen Metallgittern ausstatten.

Wichtig: Bei der Sichtung mehrerer Ratten müssen Sie den Rattenbefall dem örtlichen Gesundheitsamt melden. Die Mitarbeiter informieren Sie dann über das weitere Vorgehen. In der Regel müssen Sie die Bekämpfung sofort einem Kammerjäger übergeben.

Wanderratten bekämpfen im Haus & Garten: 3 DIY-Methoden zur Rattenbekämpfung

Bei der DIY-Bekämpfung von Ratten kommen immer wieder diverse Hausmittel zur Sprache. Denn von Giftködern sollten Laien die Finger lassen.

Wanderratten bekämpfen mit Katze

Diese 3 Methoden können Sie bei der Bekämpfung von Ratten nutzen:

  1. Hauskatzen: Die Katzen gehören zu den natürlichen Feinden von Wanderratten. Nehmen die Tiere die Witterung der Schädlinge auf, begeben sie sich aufgrund ihres Jagdinstinktes sogleich auf die Pirsch und setzen alles daran, die Nagetiere zu eliminieren.

  2. Schlag- oder Lebendfallen: Bestücken Sie die Falle mit einem Köder und platzieren Sie diese entlang ihrer Laufwege. Ratten lassen sich aber nicht mit Käse fangen, sondern sind ganz verrückt nach süssen Nahrungsmitteln wie Schokolade und Erdnussbutter.

  3. Kalkanstrich: Präparieren Sie die Wände Ihrer Kellerräume mit einem Kalkanstrich, der Eisenvitriol enthält. Auf den Geruch reagieren Wanderratten und andere Nagetiere allergisch und halten sich von Ihrem Zuhause fern.

Obwohl die erwähnten Methoden wirksam gegen Ratten sind, erzielen sie bei einer Plage nicht das erwünschte Resultat. Dann müssen Sie weitere Massnahmen treffen, die aber ausnahmslos von einem professionellen Schädlingsbekämpfer umgesetzt werden sollten.

Ratten bekämpfen: Mithilfe von professionellen Schädlingsbekämpfungsdiensten effektive Resultate erzielen

Wanderratten sind soziale Tiere und leben in Rudeln. Deswegen kann ein grosses Aufkommen mithilfe von Hausmitteln nicht aus der Welt geschafft werden. Die Tatsache, dass Wanderratten sehr scheu und nachtaktiv sind, vereinfacht eine Bekämpfung nicht.

Schädlingsbekämpfer setzen für die Bekämpfung von Wanderratten entweder Schlagfallen oder Giftköder ein, die blutgerinnungshemmende Wirkstoffe enthalten. Dies hat den Vorteil, dass der Tod der Tiere entweder sofort oder verzögert stattfindet und sie keine Chance haben, andere Artgenossen durch einen Hilferuf zu warnen.

Deswegen sollte bei einem Rattenbefall immer ein Fachbetrieb hinzugezogen werden. Denn Experten kennen sich mit der Lebensweise der Tiere bestens aus und können gezielt die richtigen Massnahmen ergreifen. Hinzu kommt, dass Giftköder den gleichen Effekt auf den Menschen, seine Haustiere und Wildtiere haben. Werden sie falsch angewendet, können sie zum Risiko werden und gehören daher nur in professionelle Hände.

Wie lässt sich ein Befall durch Wanderratten vorbeugen?

Wanderratten lassen sich nur äusserst schwer bekämpfen. Darum sollten Sie in Ihrem Alltag darauf achten, die Schädlinge nicht unnötig anzulocken. Folgende Massnahmen halten die Tiere auf Abstand:

  • Nahrungsreste nicht über die Toilette oder den Ausguss entsorgen: Speisereste dürfen nicht über die Toilette oder das Spülbecken beseitigt werden. Denn Wanderratten leben in der Kanalisation und folgen der Nahrungsquelle. Aufgrund dessen, dass die Nagetiere gute Schwimmer und Taucher sind, ist es für sie leicht, über das Rohrsystem in ihr Badezimmer zu gelangen. Für eine doppelte Absicherung können Sie sich von einem Sanitärbetrieb eine Einwegklappe in Ihre Toilette einbauen lassen.

  • Ordnung halten: Unaufgeräumte Umgebungen sind für Wanderratten die perfekten Lebensräume. Deswegen sollten Sie darauf achten, dass sich in Ihrem Garten, Geräteschuppen sowie im Keller oder auf dem Dachboden kein Müll oder Schutt ansammelt.

  • Baumängel beheben: Ratten können durch Löcher, Ritzen sowie durch defekte Rohre ins Innere eines Gebäudes gelangen. Denn keine Öffnung ist ihnen zu eng und bereits ein Loch von 20 Millimeter reicht ihnen aus, um sich durchzuquetschen. Deswegen sollten bauliche Mängel immer sofort behoben werden.

  • Geschlossene Komposte & Biotonnen nutzen: Frei zugängliche Abfälle ziehen Wanderratten an. Entsorgen Sie Ihre Küchenabfälle daher besser in geschlossenen Abfallcontainern. So minimieren Sie einen Befall. Abfallsäcke sollten erst am Tag der Abfallentsorgung vor die Haustür gestellt werden.

  • Wildvögel nur mit notwendigen Futterrationen versorgen: Körnerfutter, welches aufgrund einer übermässigen Fütterung liegen bleibt, zieht Wanderratten an. Deswegen sollten Sie Vogelfutter nur in geringen Mengen ausstreuen.

  • Kellerfenster & Türen geschlossen halten: Besonders in den Wintermonaten sollten Sie darauf achten, Fenster und Türen nicht unnötig offen stehen zu lassen. Engmaschige Gitter an den Kellerfenstern minimieren das Risiko ebenfalls.

Haben sämtliche Massnahmen keine Erfolge erzielt und Sie konnten aufgrund einer Sichtung oder der typischen Hinterlassenschaften der Tiere einen Rattenbefall bestätigen, kann dies mehrere Ursachen haben. Neben dem Risiko einer Plage besteht nämlich ebenfalls die Möglichkeit, dass das Nachbarsgrundstück die Quelle des Ursprungs ist.

In dieser Situation empfehlen wir Ihnen, einen Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung zu kontaktieren. Denn allein werden Sie das Rattenproblem nicht bewältigen können.

Fazit

Wanderratten werden aufgrund des Klimawandels und der damit verbundenen ansteigenden Populationen wieder zum Problem. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und dem immensen Nahrungsaufkommen zieht es die eher scheuen Tiere vermehrt in die Nähe des Menschen. Dort richten sie aufgrund ihrer Lebensweise grosse Schäden an und stellen ebenso ein gesundheitliches Risiko dar. Darum sollte bei den ersten Anzeichen eines Rattenbefalls gehandelt werden.

Aufgrund der Schwere ihrer Bekämpfung und der rasanten Vermehrung, ist es immer von Vorteil, einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu involvieren.

Wo bauen Ratten im Garten ihre Nester?
Wie gefährlich sind Wanderratten?
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