Gebäudesanierung

Energetische Sanierung

Was ist eine energetische Sanierung? Und weshalb braucht es dazu einen detaillierten Sanierungsplan?

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Raphael Breitschmid
Raphael Breitschmid
5 min Lesezeit

Erneuerbar heizen und Energie sparen

Erneuerbar heizen und Energie sparen: Das sind die beiden Eckpfeiler jeder energetischen Sanierung. Es geht dabei darum

  • den Energieverbrauch eines Hauses zu senken

  • den verbleibenden Bedarf mit umweltfreundlicher Energie zu decken

Die energetische Sanierung ist ein wichtiges Instrument der Energiewende und wird zunehmend gesetzlich verlangt.

Geld sparen dank energetischer Sanierung

Eine energetische Gebäudesanierung wirkt werterhaltend oder gar wertsteigernd. Und oft amortisiert sich die Gebäudesanierung durch die wesentlich tieferen Heizkosten. Wenn Sie einen grösseren Hausumbau planen, sollten Sie sich also näher mit dem Thema «erneuerbar heizen» befassen.

Minergie-Haus und Co.

Ein Minergie-Haus ist heute Inbegriff fürs Energiesparen im Gebäudebereich. Doch es gibt weitere Standards für Neubauten und energetische sanierte Gebäude.

Zum Vergleich:

  • Ein durchschnittliches Haus aus den 1970er-Jahren benötigt pro Quadratmeter und Jahr etwa 22 Liter Heizöl.

  • Ein nach den Mustervorschriften 2008 (MuKEn 2008) erstelltes Gebäude benötigt hingegen nur noch knapp 5 Liter Heizöl pro Jahr und Quadratmeter

  • mit den MuKEn 2014 sind es noch knapp vier Liter pro Jahr und Quadratmeter – etwa gleich viel wie ein Minergie-Haus

Wer einen Altbau umfassend energetisch sanieren lässt, reduziert den Heizenergieverbrauch – und damit die Heizkosten – um etwa das Fünffache.

Energetische Sanierung gemäss Auflagen

Mit der Energiestrategie 2050 will der Bund aus der Kernenergie aussteigen, die erneuerbaren Energien ausbauen und die Energieeffizienz von Gebäuden und Produktionsprozessen sowie im Verkehr steigern. Die Massnahmen sollen bis 2050 eine 2000-Watt-Gesellschaft ermöglichen, die pro Kopf jährlich maximal 1,5 Tonnen CO2 verursacht.

Bei der Gebäudesanierung sind die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) die wichtigsten Auflagen und immer mehr Kantone setzen sie um. Das Ziel dieser Auflagen ist es, den Energieverbrauch von Alt- und Neubauten zu senken.

Besonders betroffen sind Gebäude, die eine Energieeffizienzklasse von E oder schlechter aufweisen: Sie müssen bei einer energetischen Sanierung mindestens 10 Prozent effizienter gemacht werden, oder aber es müssen 10 Prozent des künftigen Energiebedarfes aus erneuerbarer Energie stammen.

Sanierungsplan und Steuern

Eine energetische Gebäudesanierung lässt sich auf einmal oder etappenweise durchführen.

Letzteres ist der Normalfall und dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Energetische Massnahmen sind steuerlich absetzbar, auf mehrere Jahre verteilt ist der Hebel grösser

  • Eine Gesamtsanierung fordert hohe Investitionen auf einmal

  • Das betroffene Haus kann während der Bauarbeiten nicht bewohnt bleiben

Darum ist ein Sanierungsplan wichtig, um die einzelnen Etappen zu definieren und den Überblick zu behalten.

Expertentips für die Sanierung

Die einzelnen Etappen der energetischen Modernisierung müssen aufeinander abgestimmt sein. Grundsätzlich sollten zuerst die Gebäudehülle gedämmt und die Fenster saniert werden, bevor es an den Heizungsersatz geht.

Denn: Ein energieeffizientes Gebäude benötigt eine kleinere – und günstigere – Heizung als ein schlecht gedämmtes.

Fachleute empfehlen für die Sanierungsplanung folgende Etappen:

  1. Energieberatung mit GEAK oder GEAK Plus: Der erste Schritt zeigt auf, welche Massnahmen am meisten Energieersparnis bringen und wie aufwendig sie sind.

  2. Dach-Isolation und Keller-Isolation: Mit diesen einfach umsetzbaren Massnahmen lässt sich bereits beträchtlich Energie sparen. Eventuell sind damit schon die Anforderungen der MuKEn 2014 erfüllt.

  3. Fassaden-Isolation: Die Wärmedämmung der Fassade ist die wirkungsvollste, aber gleichzeitig die aufwendigste Massnahme. Sie lohnt sich besonders, wenn die Fassade ohnehin saniert werden muss.

  4. Fenster-Sanierung: Neben der Fassaden-Isolation ist dies die wirkungsvollste Massnahme. Sie senkt nicht nur den Heizenergieverbrauch, sondern erhöht auch den Wohnkomfort spürbar.

  5. Heizungsersatz: Erneuerbar zu heizen ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern schont auch die eigenen Finanzen – insbesondere, wenn man die Energie selbst erzeugt: Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach lässt sich eigener Strom erzeugen, und Solarkollektoren sorgen dafür, dass sich das Brauchwasser fast gratis erwärmt.

Förderung von energetischer Sanierung

Die Förderung einer energetischen Sanierung ändert sich laufend.

Das wichtigste Förderprogramm ist im Moment das Gebäudeprogramm: Es fördert Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz wie die Dachisolation, die Fassadenisolation oder die Fenster-Sanierung. Ebenso gibt es Geld für den Einsatz erneuerbarer Energien.

Die Kantone legen fest, welche Massnahmen mit dem Gebäudeprogramm gefördert werden.Daneben bestehen zahlreiche kantonale und kommunale Förderprogramme.

Da der Überblick nicht immer einfach ist, empfiehlt sich eine Energieberatung durch einen GEAK-Experten. Die Fachleute wissen, welche Förderung energetischer Sanierungsmassnahmen in Frage kommt, helfen, diese zu beantragen und unterstützen Eigentümer dabei, einen Hausumbau umfassend zu planen.

So sichern Sie Ihre Investition richtig ab

Eine energetische Sanierung ist eine langfristige Investition in ihre Immobilie. Aber haben Sie schon über die Versicherung für diese Neuanschaffungen nachgedacht? Mit der Mobiliar Gebäudezusatzversicherung sind Sie auf der sicheren Seite und Ihre Investition in eine Photovoltaik-Anlage oder ähnliches ist abgedeckt. Auch wenn es um die Finanzierung ihres Traumhauses geht, bietet Ihnen die Mobiliar smarte und moderne Hypothekenlösungen an, die zu Ihrer aktuellen Lebenslage passen.

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