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Schädlingsbekämpfung

Giftige Spinnen Schweiz: Giftige Arten und Expertenhilfe

Wussten Sie, dass es in unserer Umgebung Spinnenarten gibt, deren Biss mehr als nur ein Jucken verursachen kann? Erfahren Sie mehr in unserem Artikel.

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Wussten Sie, dass es in der Schweiz Spinnenarten gibt, deren Biss mehr als nur ein Jucken verursachen kann?

Während viele Schweizer Spinnenarten harmlos sind, gibt es einige, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Aber keine Angst, dieser Ratgeber stellt Ihnen die giftigsten Spinnenarten in der Schweiz vor und zeigt, wie Sie diese identifizieren können. Erfahren Sie ausserdem, wie Sie sich schützen können und was zu tun ist, wenn Sie auf eine dieser Kreaturen treffen.

Lesen Sie weiter, um sich gegen die giftigen Achtbeinern zu wappnen.

Aktuelle Lage zu giftigen Spinnen in der Schweiz

In jüngster Zeit wurde ein Anstieg in der Anzahl und Verbreitung giftiger Spinnen in der Schweiz verzeichnet. Insbesondere die Nosferatu-Spinne hat in mehreren Regionen an Präsenz gewonnen.

Experten vermuten, dass insbesondere wärmere Temperaturen für die Ausbreitung dieser Arten förderlich sind. Hinzu kommt der internationale Handel, durch den Spinnen unbeabsichtigt in Gebiete verschleppt werden können, in denen sie zuvor nicht heimisch waren.

Für Einwohner und Besucher der Schweiz ist es wichtig, sich über giftige Tierchen zu informieren, um mögliche Risiken zu minimieren. Zudem ermöglicht ein fundiertes Wissen über diese Tiere, unnötige Ängste zu vermindern und gleichzeitig angemessene Vorsichtsmassnahmen zu treffen.

Giftige Spinnenarten in der Schweiz

Die Schweizer Tierwelt, geprägt von ihrer Lage im Herzen Europas und der alpinen Landschaft, beherbergt eine Vielzahl von Tieren und Insekten, darunter auch verschiedene Spinnenarten. Während die meisten dieser Spinnen harmlos sind, gibt es einige, die als giftig eingestuft werden und daher besondere Vorsicht erfordern.

In diesem Abschnitt möchten wir Ihnen einen Überblick über diese giftigen Spinnenarten geben, zu denen die Nosferatu-Spinne, die Dornfingerspinne und die Kreuzspinne gehören.

1. Nosferatu-Spinne

Die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana), oft als Vampirspinne bezeichnet, ihr Körper misst einen bis zwei Zentimeter, dazu kommt die Beinspannweite von bis zu fünf Zentimetern. Der kräftige Körper und die starken Beine der Riesenspinne präsentieren sich in einer dunklen, fast schwarzen Farbgebung, was ihr ein mysteriöses und bedrohliches Aussehen verleiht. Dieser dunkle Farbton ermöglicht es ihr, sich leicht in versteckten Ecken oder dunklen Nischen zu tarnen.

Das Netz der Nosferatu-Spinne ist dicht und wirkt unordentlich, oft mit einer charakteristischen zentralen Struktur, die einem Trichter ähnelt. Dieses Trichternetz ermöglicht es der Spinne, sich schnell und effizient auf ihre Beute zu stürzen, wenn sie sich nähert.

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Nosferatu-Spinne: Giftigkeit und Bissrisiken

Ein Biss der Nosferatu-Spinne ist nicht zu unterschätzen, obwohl er keine Lebensgefahr für Menschen darstellt. Die Symptome können von starken Schmerzen und Schwellungen bis hin zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen reichen.

Ihre Gefahr manifestiert sich durch einige wichtige Aspekte:

  • Giftigkeit: Diese Spinnenart besitzt bemerkenswert starke Beisswerkzeuge, ihre Giftklauen können mühelos die menschliche Haut durchdringen können. Ein Biss kann erfolgen, wenn sie sich bedroht fühlt oder in die Enge getrieben wird. Der Biss kann starke Schmerzen, Schwellungen und in schweren Fällen ernsthafte gesundheitliche Komplikationen hervorrufen. Der Biss kann mit dem stechenden Schmerz eines Wespenstichs verglichen werden, was bereits die Intensität des Unbehagens unterstreicht.

  • Art des Gifts: Das in ihrem Biss enthaltene Neurotoxin kann ernste Auswirkungen auf das menschliche Nervensystem haben. Dies führt zu Symptomen wie Schmerzen, Schwellungen und in einigen extremen Fällen zu neurologischen Reaktionen wie Zittern, Schwindel und Schwäche.

  • Bissaussehen: Der Biss kann sich als kleine, gerötete Stelle zeigen, die im Zentrum dunkler werden kann. Rund um den Biss kann es zu Schwellungen kommen. Wir empfehlen einen sofortigen Arztbesuch, um das Risiko schwerwiegender Folgen zu minimieren und eine geeignete Behandlung sicherzustellen.

Nosferatu-Spinne: Verbreitung

Die Giftspinne stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. In der Schweiz ist die Nosferatu-Spinne in verschiedenen Regionen zu finden. Insbesondere in Waldgebieten und alpinen Regionen scheint sie sich wohlzufühlen. Die genaue Verbreitung kann von Jahr zu Jahr variieren, abhängig von verschiedenen Faktoren wie Wetterbedingungen und Nahrungsverfügbarkeit.

Schutzmassnahmen gegen Nosferatu-Spinnen

Um sich vor der Nosferatu-Spinne zu schützen, gibt es einige Vorsichtsmassnahmen, die getroffen werden können:

  • Wohnraumkontrolle: Regelmässige Kontrollen der Wohnräume durchführen, insbesondere von dunklen und weniger frequentierten Ecken.

  • Versiegelung: Risse, Löcher oder Spalten in Wänden, Fenstern und Türen sollten versiegelt werden, um zu verhindern, dass die Spinnen ins Innere gelangen.

  • Professionelle Hilfe: Wenn Sie eine Nosferatu-Spinne in Ihrem Wohnraum entdecken, ist es ratsam, unverzüglich einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu kontaktieren.

2. Dornfingerspinne

Die Dornfingerspinne oder Ammen-Dornfinger-Spinne, wissenschaftlich als Cheiracanthium punctorium bekannt, ist in vielen Teilen Europas, einschliesslich der Schweiz, heimisch. Obwohl sie oft mit anderen Spinnen verwechselt wird, gibt es spezifische Merkmale und Risiken, die mit dieser Giftspinne in Verbindung gebracht werden.

Dornfingerspinnen erreichen eine Grösse von etwa 1 bis 1,5 cm. Ihre Farbe variiert zwischen einem blassen Gelb und einem kräftigen Orange. Ein charakteristisches Merkmal ist der dunkle "Dorn" an der Spitze ihrer Cheliceren (Kieferklauen), was ihnen ihren Namen verleiht.

Im Gegensatz zu vielen anderen Spinnen webt die Dornfingerspinne kein Fangnetz, sondern versteckt sich tagsüber in Verstecken und geht nachts auf die Jagd.

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Dornfingerspinne: Giftigkeit und Bissrisiken

  • Giftigkeit: Ein Biss der Dornfingerspinne ist schmerzhaft, aber für einen Menschen nicht lebensbedrohlich. Das Gift kann jedoch starke Schmerzen, Schwellungen und Rötungen verursachen.

  • Bissreaktion: Ein Biss kann Schmerzen verursachen, die intensiver als bei einem Wespen- oder Hornissenstich werden können. Zusätzlich zur Schwellung und dem Brennen an der Bissstelle kann das gewebezersetzende Gift in seltenen Fällen eine Nekrose, also das Absterben von Gewebe, hervorrufen. Neben diesen lokalen Reaktionen können auch Allgemeinsymptome wie Fieber und Schüttelfrost auftreten.

  • Bissaussehen: Der Biss wird oft von zwei kleinen Einstichstellen markiert, die einem Wespenstich ähneln können. Die Bissstelle sollte sofort gekühlt und desinfiziert werden. Bei starken Reaktionen oder anhaltenden Schmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Dornfingerspinne: Verbreitung

Die Dornfingerspinne ist in vielen Teilen Europas verbreitet und hat in den letzten Jahren auch in der Schweiz eine grössere Präsenz gezeigt. Sie bevorzugt Orte mit warmem und trockenem Klima und kann oft in Gärten, auf Wiesen oder in Hecken gefunden werden.

Vorsichtsmassnahmen bei Dornfingerspinnen:

  • Vermeiden von Kontakt: Es ist ratsam, die Hände nicht blindlings in Hecken, Gräser oder andere potenzielle Verstecke zu stecken.

  • Tragen von Handschuhen: Bei Gartenarbeiten oder anderen Tätigkeiten in der Natur können Handschuhe einen guten Schutz bieten.

  • Vorsicht bei unbekannten Spinnen: Nicht jede Spinne im Garten ist harmlos. Bei Unsicherheit sollte man die Spinne nicht berühren und Fachleute konsultieren.

2. Kreuzspinne

Die Kreuzspinne (Araneus diadematus) ist vor allem durch das charakteristische Kreuz auf ihrem Rücken, bestehend aus hellen Flecken, leicht zu identifizieren. Ihre Farbgebung variiert von Braun bis Grau, wobei das markante Kreuz deutlich hervorsticht. Ausgewachsene Weibchen erreichen eine Körperlänge von etwa 10 bis 18 mm, während Männchen etwas kleiner sind und nur eine Länge von 5 bis 9 mm aufweisen.

Das Netz der Kreuzspinne ist ein typisches Radnetz, welches sie oft in Gärten, an Zäunen oder zwischen Pflanzen anlegt.

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Kreuzspinne: Giftigkeit und Bissrisiken

  • Giftigkeit: Obwohl die Kreuzspinne über ein Gift verfügt, ist dieses für Menschen in der Regel ungefährlich. Die Spinne beisst nur in Ausnahmefällen, meistens wenn sie sich bedroht fühlt oder eingeklemmt wird.

  • Bissfolgen: Ein Biss ist selten und verursacht, wenn überhaupt, nur leichte Symptome, vergleichbar mit einem Mückenstich. Während viele Menschen keine bedeutenden Symptome von einem Kreuzspinnenbiss erfahren, können einige leichte Schmerzen, Juckreiz und Schwellungen an der Bissstelle erleben. Es ist selten, dass der Biss der Kreuzspinne zu schwerwiegenden Symptomen führt. Sie sollten den Biss reinigen, kühlen und kratzen vermeiden. Falls sich die Bissstelle verändert, sollten Sie auch hier einen Arzt aufsuchen.

  • Bissaussehen: Bisse sind in der Regel als kleine rote Punkte erkennbar, oft umgeben von einer leichten Schwellung.

Kreuzspinne: Verbreitung

Die Kreuzspinne ist in vielen Teilen Europas weit verbreitet und gehört zu den häufigsten Spinnenarten in Mitteleuropa. In der Schweiz ist sie in verschiedenen Lebensräumen zu finden, von Gärten über Wiesen bis hin zu Waldgebieten.

Umgang mit Kreuzspinnen in der Nähe des Wohnraums

  • Aufgrund ihrer Harmlosigkeit und des Nutzens im Ökosystem sollte man Kreuzspinnen, sofern möglich, in Ruhe lassen.

  • Werden sie im Wohnraum als störend empfunden, können sie behutsam, beispielsweise mit einem Glas und einer Pappe, eingefangen und draussen wieder freigelassen werden.

  • Um das Eindringen von Spinnen in den Wohnraum zu verhindern, können engmaschige Fliegengitter an Fenstern und Türen angebracht werden.

Nachdem wir uns einen Überblick über die charakteristischen Merkmale und Bissrisiken verschiedener Spinnenarten in der Schweiz verschafft haben, ist es unerlässlich, gut vorbereitet zu sein.

Wenn Sie also auf eine potenziell gefährliche Spinne stossen, fragen Sie sich vielleicht: "Was sollte ich jetzt tun?" Im nächsten Abschnitt werden wir genau auf diese Frage eingehen und praktische Ratschläge geben, wie Sie bei der Sichtung einer giftigen Spinne vorgehen sollten.

Was tun bei Sichtung einer giftigen Spinne?

Eine Begegnung mit einer potenziell giftigen Spinne, besonders mit der Nosferatu-Spinne oder der Dornfingerspinne, erfordert besonnene Massnahmen, um sowohl Ihnen als auch dem Tier keinen Schaden zuzufügen.

Hier sind fünf grundlegende Schritte, die Sie befolgen sollten, wenn Sie eine vermutlich giftige Spinne in oder um Ihre Wohnung:

  1. Ruhe bewahren: Vermeiden Sie Panik nach dem ersten Schreck. Eine besonnene Reaktion ist der Schlüssel, um unnötige Konfrontationen zu vermeiden.

  2. Sicherer Abstand: Halten Sie sich und besonders Kinder und Haustiere von der Spinne fern.

  3. Identifizierung: Versuchen Sie, die Spinne aus sicherer Entfernung zu identifizieren, um das Risiko besser einschätzen zu können. Versuchen Sie das Exemplar nicht aus den Augen zu lassen.

  4. Einfangen und Freilassen: Nutzen Sie ein Glas und eine stabile Pappe, um die Spinne vorsichtig zu isolieren und dann in sicherer Entfernung von Ihrem Wohnbereich freizusetzen. Bei Unsicherheit können Sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu Rate ziehen.

  5. Vorsichtsmassnahmen treffen: Denken Sie darüber nach, wie die Spinne in Ihren Wohnbereich gelangt sein könnte, und ergreifen Sie Massnahmen, um zukünftige Eindringlinge zu verhindern.

Die Kenntnis dieser Schritte und das Handeln mit Bedacht können dazu beitragen, das Risiko von Bissen zu minimieren und gleichzeitig einen respektvollen Umgang mit diesen Tieren zu gewährleisten.

Wann ist ein Schädlingsbekämpfer erforderlich?

Spinnen sind in der Regel nützliche Insektenfresser, die dazu beitragen, die Anzahl anderer, weniger willkommener Schädlinge in einem Haushalt oder Garten zu verringern. Nichtsdestotrotz gibt es Situationen, in denen es ratsam sein kann, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um sicherzustellen, dass das Risiko für Bewohner und Haustiere minimiert wird.

Hier sind einige Situationen, in denen wir Ihnen empfehlen, einen Schädlingsbekämpfer zu beauftragen, wenn Sie einer der vorgestellten giftigen Spinnen begegnen:

  1. Starke Befallssituation: Wenn Sie regelmässig und in grosser Zahl giftige Spinnen in Ihrem Wohnbereich feststellen oder ein Spinnennest vorgefunden haben, könnte dies auf ein grösseres Problem hinweisen. Ein Schädlingsbekämpfer kann die Quelle des Befalls identifizieren und geeignete Massnahmen ergreifen.

  2. Risikogruppen im Haushalt: Für ältere Menschen, Kinder, oder Personen mit geschwächtem Immunsystem können Spinnenbisse besonders gefährlich sein. In solchen Fällen kann es besser sein, vorsichtig zu sein und Expertinnen und Experten zu Rate zu ziehen.

  3. Unbekannte Arten: Wenn Sie sich unsicher sind, welche Spinnenart Sie in Ihrem Zuhause haben, und ob sie giftig ist, ist es ratsam, ein Experte oder eine Expertin hinzuzuziehen.

  4. Vorbeugende Massnahmen: Ein Schädlingsbekämpfer kann nicht nur bestehende Probleme beheben, sondern auch Schutzmassnahmen einleiten und beraten, wie zukünftige Befälle vermieden werden können. Dies kann durch Dichtungen, Reparaturen oder andere vorbeugende Massnahmen geschehen.

  5. Ungünstige Umgebungsbedingungen: Wenn Ihr Haus oder Garten Bedingungen bietet, die für Spinnen besonders attraktiv sind (z. B. viele Verstecke, hohe Insektenpopulation), kann eine Fachperson Ihnen helfen, diese zu identifizieren und zu korrigieren.

Letztendlich ist es wichtig, das Gleichgewicht zwischen dem Nutzen von Spinnen und dem Schutz Ihrer Familie und Ihres Hauses zu finden. Ein erfahrener Schädlingsbekämpfer kann eine wertvolle Ressource sein, um dieses Gleichgewicht zu gewährleisten und Ihnen gleichzeitig Sicherheit und Frieden zu bieten.

Fazit

Während Spinnen oft nützliche Mitglieder unseres Ökosystems sind, ist es wichtig, informiert und vorsichtig im Umgang mit potenziell gefährlichen Arten zu sein. Die Kenntnis darüber, wie man bei Sichtung oder Biss reagiert, kann entscheidend sein, um sowohl den Menschen als auch den Spinnen gegenüber respektvoll und sicher zu handeln.

Befürchten Sie, giftige Spinnen in Ihrem Zuhause oder Garten zu haben? Kontaktieren Sie Buildigo. Unsere Experten helfen Ihnen dabei, Spinnen zu identifizieren und bieten Lösungen für ein sicheres und spinnenfreies Zuhause.