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Gipser und Maler

Leichtbauwand

Mit Leichtbauwänden lassen sich Räume neu aufteilen. Wie sind sie aufgebaut und was gilt es zu beachten?

Raphael Breitschmid
Raphael Breitschmid
Leichtbauwand

Leichtbauwand und Trockenbau

Leichtbauwände lassen sich ohne grossen Aufwand nachträglich einbauen. Durch das Aufbauen einer Wand lassen sich Räume neu aufteilen oder es entstehen gar zusätzliche Zimmer. Eine Leichtbauwand erfordert keine grossen baulichen Eingriffe – das Mauern mit Mörtel und Backsteinen ist nicht notwendig. Einfache Wände können ambitionierte Heimwerkerinnen und Heimwerker selbst bauen – eine Gipswand zu erstellen, ist in der Regel nicht schwer. Oft empfiehlt es sich aber, eine Fachperson wie eine Gipserin oder einen Gipser herbeizuziehen. Denn wenn zum Beispiel eine Tür in die Leichtbauwand integriert sein soll oder wenn Anforderungen an den Brand- oder Schallschutz bestehen, werden die Arbeiten knifflig. Gipser – häufig als Maler-Gipsergeschäft kombiniert – sind auch die richtigen Ansprechpartner, wenn es ums Verputzen und Reinigen von Wänden geht.

Aufbau einer Trockenbauwand

Der Aufbau einer Trockenbauwand bzw. einer Leichtbauwand ist immer etwa gleich. Als tragende Konstruktion dient ein Ständerbau. Dieser kann aus Holzbalken oder aus Metallprofilen bestehen. Um den Schallschutz der Trockenbauwand und auch deren Brandschutz zu erhöhen (siehe auch Dämmung und Isolation), kann man in die Ständerkonstruktion Mineralwolle einlegen. Die Ständer werden dann beplankt. Die Beplankung kann einschichtig, zum Beispiel durch Gipskarton erfolgen. So entsteht etwa eine Trennwand. Muss die Leichtbauwand hingegen so stabil sein, damit man an ihr Gegenstände wie ein Büchergestell oder eine Garderobe aufhängen kann, so wird sie wird sie zweifach beplankt. Die erste Schicht – auf der Ständerkonstruktion – dient zur Befestigung. Sie kann zum Beispiel aus Schichtholz- oder OSB-Platten bestehen. Erst darauf kommt die äussere Schicht, quasi die Verkleidung der Leichtbauwand.

Gipskartonwand & Co.

Die Trockenbauplatten entscheiden über das Aussehen einer Leichtbauwand. Je nach Wahl des Materials besteht eine Trockenbauwand aus Holz, Gips oder einem anderen Material wie zum Beispiel Stein- oder Massivholzpaneelen. In den meisten Fällen wird die Trockenbauwand jedoch mit einer Gipsplatte verschalt. Denn diese lassen sich mit den unterschiedlichsten Oberflächen wie Fein- und Rauputz, Tapete oder Wandfarbe versehen (siehe auch Maler).

Das sind die wichtigsten Trockenbauplatten:

  • Gipskartonplatten bestehen aus Gips, der beidseitig mit Karton beklebt ist. Gipskarton ist die häufigste Wandverkleidung. Es gibt sogar speziell imprägnierte, die für Feuchträume geeignet sind, so lässt sich zum Beispiel eine Duschtrennwand im Trockenbau realisieren. Und wer den Brandschutz im Trockenbau erhöhen möchte, greift zu feuerhemmenden Gipskartonplatten.

  • Gipsfaserplatten sind mit Glas- oder Zellulosefasern verstärkt. Dadurch sind sie wesentlich stabiler und können mehr Last tragen als eine Gipskartonplatte. Sie bieten zudem guten Brandschutz wie auch Schallschutz und sind unempfindlich gegen Feuchtigkeit.

  • Hartgipsplatten sind Gipskartonplatten, die eine erhöhte Bruchfestigkeit und eine erhöhte Oberflächenhärte aufweisen. Sie werden oft eingesetzt, wenn besonders hohe Anforderungen an den Schallschutz oder den Brandschutz der Trockenbauwand bestehen. Zudem eignen sich Hartgipsplatten auch als Deckenbekleidungen und Dachgeschossbekleidungen.